Anti-Doping


Mit Erschrecken habe ich feststellen müssen, dass das Thema Doping nicht nur im “Spitzensport” ein Thema ist. Schaut man sich die aktuelle Liste der gesperrten Athleten im Bereich des DLV an, stellt man zur Überraschung fest, dass die Mehrheit der Gesperrten aus dem Seniorensport kommen.  

Dieses Übel haben 2005 Aktive und Funktionäre erkannt und bei den DM Ü 50 in Vaterstetten die Interessengemeinschaft Senioren-Leichtathletik gegründet. Als Ausfluss wurde die sogenannte 

Vaterstettener Erklärung entwickelt. Die Antidoping-Erklärung und Selbstverpflichtung wurde mittlerweile weltweit von Senioren-Athleten unterzeichnet. Auch ich habe mich aus Überzeugung entschlossen, diese Erklärung im Kampf gegen Doping zu unterzeichnen.

Allerdings gibt es Aktive, die eigentliche verbotene Substanzen als lebensnotwedige Medikamente benötigen. Das Insulin, welches ich täglich spritzen muss, steht ganz oben auf der Liste der verbotenen Substanzen. Aber dennoch bin ich nicht von den nationalen oder internationalen Wettkämpfen im Nichtbehindertensport ausgeschlossen.

Es gibt die Möglichkeit, medizinische Ausnahmegenehmigungen zu beantragen und zu erhalten. Welches Verfahren eingehalten werden muss ist auf der Homepage des DLV unter der Rubik “Anti-Doping” zu erfahren. Die erforderlichen Formulare stehen im Download-Bereich der Nationalen Dopingagentur (NADA) zur Verfügung. Auf den Seiten der

NADA Bonn  erhält man rundum Informationen zu diesem Thema, insbesondere, welche Medikamente verboten bzw. erlaubt sind.

Eine Besonderheit gibt es in der Behindertenleichtathletik. Jeder Athlet muss im Besitz eines gültigen Gesundheitspasses sein. Die letzte Untersuchung darf in der Regel nicht zwölf Monate zurückliegen. Athleten ohne gültigen Gesundheitspass sind nicht startberechtigt. Näheres dazu in den entsprechenden Ausschreibungen oder beim DBS oder dem jeweiligen Landesverband.

 

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